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Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung eröffnet den Unternehmertag |
Über 60 Vertreter von Unternehmen und sozialen Einrichtungen sind von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung am Unternehmertag im Basement des City-Centers begrüßt worden. Das Bündnis für Familie und die Fürther Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken hatten eingeladen, um Fürther Firmen Hilfestellung rund um das Thema "Wettbewerbsvorteile durch familienbewusste Arbeitswelt" zu geben. Unternehmerin Sibylle Lingner und Bosch-Personalleiter Udo Noack präsentierten beindruckende Beispiele familienfreundlicher Unternehmensführung.
Die Macher des Unternehmertags
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Sie gestalteten den Unternehmertag (von links nach rechts): Gerhard Fuchs, Katrin Rohm, Sibylle Lingner, Thomas Leipold, Udo Noack, Jutta Küppers, Werner Schmidt, Christian Hoffmann, Moderator Michael Lein.
Das Geld steht nicht an erster Stelle ...
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Udo Noack von Bosch: "Das Geld steht für die Mitarbeiter nicht an erster Stelle, wenn die Umfeldfaktoren der Vereinbarkeit von Beruf und Familie stimmen." |
Udo Noack zeigte eine beeindruckende Palette von Praxisbeispielen aus der Robert Bosch GmbH in Ansbach. Dort umfasst familienbewusste Personalpolitik nahezu alle Lebensphasen der Beschäftigten, angefangen von Schule und Ausbildung über die Eltern- und Pflegephase bis hin zum Altern im Unternehmen. Die in die Belegschaft investierte familiengerechte Unterstützung erhält das Unternehmen von seinen motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Form von Arbeitszeit zurück.
Flexible Arbeitszeiten sind das Zaubermittel
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Sibylle Lingner von der Lingner GmbH: "Bereits beim Einstellungsgespräch entscheiden die Mitarbeiter, an welchen Tagen und wieviele Stunden sie arbeiten" |
Auch Sibylle Lingner führt in ihrer "Agentur für innovative Kommunikation" Beruf und Familien modellhaft zusammen. Die 53 Beschäftigten der Fürther Marketingagentur mit Standbein in München sind überwiegend Frauen. Die Mütter und Väter können sehr flexible Arbeitszeiten in Anspruch nehmen, die beispielsweise auf die Bring- und Holzeiten von Schule und Kindergarten zugeschnitten sind, sie können wenger als fünf Tage die Woche arbeiten, sie können von Zuhause aus arbeiten und sie können bei Krankheit des Kindes Urlaub nehmen. PowerPoint-Präsentation herunterladen >>>
Familienfreundlichkeit ist Standortfaktor
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Gerhard Fuchs von der IHK, Gremium Fürth: "Ohne Kinderlärm kein Maschinenlärm" |
Veranstalter Gerhard Fuchs, Geschäftsführer vom IHK-Gremium Fürth und Leiter des Handlungsforums "Balance von Arbeitswelt und Familie" im Fürther Bündnis für Familien bedauerte, dass viel berufliches Knowhow in den Wohnzimmern verkümmere. In seinem Impulsreferat "Wer zu spät kommt hat das Nachsehen – Wie können mittelständige Unternehmen ihren Personalbedarf decken?" hob Fuchs hervor, dass Familienfreundlichkeit ein entscheidender Standortfaktor ist. "Ohne Kinderlärm wird es in Zukunft auch keinen Maschinenlärm mehr geben", sagte Fuchs.
Online-Ratgeber für Fürther Familien
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Jutta Küppers vom Jugendamt, Abteilung Jugendarbeit: "Mich hat vor allem das Lebensphasenmodell bei Bosch fasziniert" |
Mitveranstalterin Jutta Küppers und Leiterin des Servicebüros "Bündnis für Familien" der Stadt Fürth und Leiterin der Abteilung Jugendarbeit im Stadtjugendamt präsentierte den Gästen des Unternehmertags das Fürther Bündnis für Familien. Sie stellte die mehrfach ausgezeichnete Kinderferienbetreuung vor, den Pflegeleitfaden für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen, den Anti-Gewalt-Koffer mit Angeboten zur Gewaltvorbeugung und die beiden Webseiten Fuerther-Buendnis-Fuer-Familien.de und Familieninfo-Fuerth.de, dem Online-Wegweiser und Familienratgeber für Fürther Familien.
Entlastung pflegender Angehöriger
Thomas Leipold und Katrin Rohm von BRK Fürth, Christian Hoffmann von der Caritas Fürth und Werner Schmidt vom Diakonischen Werk Fürth informierten in ihrem Kurzvortrag über Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Die Mitglieder des Handlungsforums "Familie und Pflege" des Familienbündnisses, in dem auch die AWO Fürth vertreten ist, stellten für 2012 einen überarbeiteten "Pflegeleitfaden für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen" in Aussicht.
Gelungene Veranstaltung ...
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Nach den anregenden und beeindruckenden Vorträgen und Diskussionen pflegten die Teilnehmer des Unternehmertags Kontakte und tauschten Erfahrungen aus. "Eine rundum gelungene Veranstaltung" war zu hören, mit vielen Anregungen und Praxistipps in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Wettbewerbsvorteile durch familienbewusste Arbeitswelt
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Der demographische Wandel stellt auch die Unternehmen in Fürth vor große Herausforderungen. Unternehmen, die auf eine familienbewusste Personalpolitik setzen, haben Wettbewerbsvorteile bei der Suche und dem Verbleib engagierter Fach- und Führungskräfte.
Der Wettstreit um die besten Köpfe wird sich auf Grund der demographischen Entwicklung und des fehlenden Zuzugs geeigneter Fachkräfte weiter verschärfen. Die Unternehmen sind aufgefordert sich damit auseinandersetzen, wie sie mit dieser Situation kurz-, mittel- und langfristig umgehen. Dabei wird Familienfreundlichkeit zu einem entscheidenden Standortfaktor. Die Vereinbarkeit von Arbeitswelt und Familie ist also eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.
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